Künftige Anforderungen der Arbeitnehmer an den digitalen Arbeitsplatz

Ein Büroarbeitsplatz ist mehr als nur ein Schreibtisch mit Computer

Desk Worker haben sehr konkrete Vorstellungen an die künftige Ausstattung ihres Arbeitsplatzes. Sie wünschen sich innovative mobile Endgeräte. Zudem soll ihr Arbeitsplatz ein Ort der Vernetzung und Zusammenarbeit sein, um flexibel, agil und motiviert arbeiten zu können. Das ist eines der Ergebnisse der von techconsult durchgeführten Multiclient-Studie „My Modern Workplace – welche künftigen Anforderungen haben Arbeitnehmer an ihren Arbeitsplatz“. Bisher werden die Wünsche seitens der Unternehmen nur bedingt erfüllt. Die Studie gibt Aufschluss darüber, in welche Technologien und ITK-Infrastrukturen Unternehmen bis 2025 investieren müssen, um die Erwartungen der Arbeitnehmer zu erfüllen.

Mobilität ist angesagt

Geht es nach den Desk Workern, den Arbeitnehmern mit Büroarbeitsplatz, sollten mobile, innovative und smarte Geräte, wie Tablet-PCs oder Smartphones in Zukunft keine Statussymbole mehr für das Management sein, sondern müssen zur Grundausstattung der Büroarbeitsplätze gehören. Notebooks und Tablets werden die Desktops aus den Büros vertreiben. Der Desktopeinsatzgrad wird in den kommenden Jahren um knapp 20 Prozentpunkte zurückgehen. Doch nicht nur für den Desktop läuft die Uhr ab, auch das Festnetztelefon wird bald ausgedient haben. Gefragt sind künftig Smartphones. Jeder Dritte Desk Worker besitzt derzeit ein firmeneigenes Smartphone, 72 Prozent wünschen es sich für die Zukunft. Das Festnetz derzeit noch bei knapp drei Viertel der Befragten im Einsatz, wird zukünftig nur noch bei 47 Prozent eine Rolle spielen. Erwartet wird auch der sichere Zugriff auf Daten und Anwendungen an jedem Ort zu jeder Zeit. Nur jeder dritte hat derzeit die Möglichkeit, mobil auf Office-Programme zuzugreifen. Künftig erwartet wird es von 65 Prozent. Und nur jeder fünfte Desk Worker ist derzeit auch von unterwegs mit den betriebswirtschaftlichen Anwendungen oder der branchenspezifischen Software des Unternehmens verbunden. Benötigt wird der Zugriff jedoch von jedem Zweiten.

Zum zukünftigen modernen Arbeitsplatz gehört für zwei Drittel der befragten Desk Worker auch die freie Arbeitsplatzwahl, beispielsweise im Homeoffice, im Loungebereich oder im Cafe. Auch hier sind Führungskräfte deutlich im Vorteil. Jeder Zweite von ihnen kann bereits seinen Arbeitsplatz frei wählen. Von den Angestellten ohne Führungsposition ist es nur jeder Vierte.

Teamarbeit verlangt nach Vernetzung

Die Prioritäten der Desk Worker für den künftigen modernen Arbeitsplatz sind neben Mobilität vor allem auch auf Kommunikation und Kollaboration ausgerichtet. Teamarbeit ist angesagt: Bedeutet, dass Desk Worker Lösungen benötigen, die den gemeinsamen Zugriff und das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten erlauben, auch wenn die Mitarbeiter räumlich verteilt sind. 58 Prozent der Desk Worker wollen künftig mit File-Sharing-Lösungen arbeiten. Erst 25 Prozent haben derzeit solche Lösungen zur Verfügung. In Hinblick auf die Kommunikation steigt die Nachfrage nach zeitgemäßen Möglichkeiten zum direkten und schnellen Austausch mit Kollegen, Kunden oder Lieferanten. Zukünftig wollen 65 Prozent beruflich Business Instant-Messaging-Dienste nutzen und via Chatfunktionen, wie Teams oder Slack kommunizieren. Derzeit haben erst 35 Prozent einen Zugriff darauf. Gleiches gilt für Videokonferenzlösungen. Ein Drittel hat solche Lösungen bereits installiert. 63 Prozent erwarten sie standardmäßig an ihrem Arbeitsplatz bis 2025.

Motivationsmotor und Wohlfühlfaktor

Investitionen in moderne Arbeitsplätze werden sich auszahlen, denn es profitieren Arbeitgeber ebenso wie Arbeitnehmer davon. Die Bandbreite der Vorteile für beide Seiten ist groß. Auf der Arbeitnehmerseite stehen unter anderem: höhere Motivation, mehr Freude an der Arbeit durch digitales Up-to-date-Sein und eine geringere Arbeitsbelastung. Arbeitgeber profitieren von höherer Produktivität und einer Verbesserung der Qualität. Ein innovatives ITK-Equipment lässt Arbeitnehmer effizienter sein, Aufgaben werden schneller bearbeitet und Prozesse beschleunigt. Daraus resultierend kann Arbeitszeit eingespart werden. Drei Viertel der Befragten gehen von einer Arbeitszeitersparnis durch eine moderne und digitale Arbeitsplatzgestaltung aus. Im Durchschnitt wird ein Einsparpotential der Arbeitszeit von 8 Prozent gesehen. 69 Prozent der Desk Worker sagen, ein innovativ ausgestatteter Arbeitsplatz mache den Arbeitgeber attraktiver. Ein wichtiger Aspekt im Hinblick auf den Kampf um die besten Fachkräfte.

Über die Studie

Die Multi-Client-Studie „My Modern Workplace“ wurde von der techconsult GmbH im Auftrag von Bechtle AG und Deutsche Telekom AG konzipiert und durchgeführt. Im Juli 2019 wurden dazu 800 Arbeitnehmer mit verschiedenen Tätigkeitschwerpunkten befragt. Im Rahmen der Studie werden drei Zielgruppen analysiert, die sich in ihrem Tätigkeitsfeld grundlegend unterscheiden. Dies sind Arbeitnehmer mit einem Büroarbeitsplatz (Desk Worker), Arbeitnehmer, die intern in der Arbeitsstätte unterwegs sind ohne festen Büroarbeitsplatz (Internal Mobile Worker) und Arbeitnehmer, die maßgeblich außerhalb der Arbeitsstätte ihrer Tätigkeit nachgehen (Mobile Worker extern). Darüber hinaus wurden IT-Verantwortliche in 200 Unternehmen zur derzeitigen und zukünftigen Bereitstellung der Client-Infrastruktur interviewt.

Erfahren Sie mehr zur Studie auf unserem Portal: www.modern-workplace-check.de

Modern-Workplace-Check zur Studie

Basierend auf den Studienergebnissen wurde ein Self-Check-System erstellt. Der Modern-Workplace-Check bietet jedem mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit, die Arbeitsplatzausstattung seiner Mitarbeiter zu analysieren und mit den Ergebnissen der an der Studie teilgenommenen Unternehmen zu vergleichen.

Erfahren Sie mehr über den „Modern Workplace Check“ auf unserem Portal: www.modern-workplace-check.de

 

Über die techconsult GmbH

Als Research und Analystenhaus ist techconsult seit 25 Jahren der Partner für Anbieter und Nachfrager digitaler Technologien und Services. Analysen auf der Anwenderseite erlauben einen Einblick in die Problemfelder und Zukunftsvisionen der Unternehmen. Für ein realitätsnahes Bild sorgen dafür über 20.000 Interviews pro Jahr mit Business- und IT-Entscheidern. In Verbindung mit dem permanenten Screening von Produkten und Serviceleistungen der Anbieter erfolgt die erfolgsorientierte Strategie- und Umsetzungsberatung. Auf digitalen Plattformen stellt techconsult Business- und IT-Entscheidern seit vielen Jahren themenspezifische Assessment-Tools zur Problemfeld- und Positionierungs­analyse zur Verfügung. Die techconsult GmbH wird vom geschäftsführenden Gesellschafter und Gründer Peter Burghardt am Standort Kassel mit einer Niederlassung in München geleitet und ist Teil der Heise Gruppe.

 

Über die Deutsche Telekom

Die Telekom gehört zu den weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen im Telekommunikations- und IT-Markt und ist einer der wichtigsten Digitalisierer der deutschen Wirtschaft. Sie bietet ihren Privat- und Geschäftskunden Produkte und Services rund um das vernetzte Leben und Arbeiten. Ausgezeichnetes Netz, Lösungen aus der hochsicheren deutschen Cloud, IoT-Pakete und starke Partner: Mit diesem einmaligen Digitalisierungs-Mix aus einer Hand hat sich die Telekom als Digitalisierer des deutschen Mittelstands etabliert. Das Geschäft mit IT- und Telekommunikationsservices aus der Cloud wächst ungebrochen. So stieg der IT-Umsatz 2018 im Vergleich zum Vorjahr über 20 Prozent. Mehr unter: www.telekom.de.

 

Über Bechtle

Die Bechtle AG ist mit 75 IT-Systemhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv und zählt mit 24 E-Commerce-Gesellschaften in 14 Ländern zu den führenden IT-Unternehmen in Europa. Gegründet 1983, beschäftigt der Konzern mit Hauptsitz in Neckarsulm derzeit über 11.000 Mitarbeiter. Seinen mehr als 70.000 Kunden aus Industrie und Handel, öffentlichem Dienst sowie dem Finanzmarkt bietet Bechtle herstellerübergreifend ein lückenloses Angebot rund um IT-Infrastruktur und IT-Betrieb aus einer Hand. Bechtle ist im MDAX und im TecDAX notiert. 2018 lag der Umsatz bei rund 4,3 Milliarden Euro. Mehr unter: www.bechtle.com

Verena Bunk
– Senior Analyst –